DM 120 2014

DM 120 2014Am Wochenende fanden in Villingen-Schwenningen die deutschen Meisterschaften der U23 und Aktiven statt. Vom KC Schrezheim waren gleich drei Spieler qualifiziert. Sie präsentierten sich mit hervorragenden Ergebnissen schon in der Qualifikation am Samstag. 

Die zweimal Gold und zweimal Silber Gewinnerin auf der WM Saskia Barth sicherte sich mit 557 Kegel bereits um 8 Uhr morgens den Einzug ins Viertelfinale der U23 am Sonntag. Die Bronze-Medaillengewinnerin der WM Sissi Schneider war die nächste im Bunde und sicherte sich mit 572 Kegel ebenfalls den Einzug ins Viertelfinale bei den Frauen. Der letzte war Fabian Lutz. Im letzten Durchgang konnte er das KC-Trio perfekt machen. In der Altersklasse U23 männlich sicherte er sich mit einem Vorlaufergebnis von 622 Kegel ebenfalls den Einzug ins Viertelfinale.

Am Sonntag wurde der deutsche Meister in den einzelnen Altersklassen nun im KO-System ausgespielt. Im ersten Durchgang startete Sissi Schneider gegen die Liedolsheimerin Saskia Seitz. Doch das war nicht der Tag von Sissi. Der letzte Millimeter fehlte ihr und sie konnte die Gasse einfach nicht finden. Sie unterlag der - wie sich später herausstellen sollte - deutschen Meisterin der Frauen. Doch schon mit der Qualifikation kann sie sehr stolz auf sich sein. 

Im nächsten Durchgang kam dann Fabian Lutz gegen Marcel Volz vom TSV Denkendorf. Es war ein heißes Duell, doch am Ende setzte sich Fabian mit 3:1 Punkte und hervorragenden 641:604 Kegel durch. Auch sein Betreuer, Cheftrainer Günther Doleschel vom DKBC, war zufrieden mit ihm.

Auch Saskia Barth hatte im Viertelfinale kein einfaches Los gezogen. Gegen Nationalspielerin Sabrina Imbs von der Victoria Bamberg musste sie ihr können unter Beweis stellen. Mit 580 zu 562 und 3:1 Punkten tat sie das eindrucksvoll.

Die Medaille war schon sicher.

Nach nur einer Stunde Pause spielten Lutz und Barth im Halbfinale. Nun hatte Lutz das Los des Nationalkaderkamerads Daniel Schmid vom SKK 77 Singen gezogen. Dieses heiße Duell zog die meisten Blicke auf sich. Der Endstand sagt schon einiges aus, wie eng es zwischen den Sätzen hin und her ging. Zwar hatte Schmid mit 606 zu 603 mehr Kegel auf seiner Seite stehen, doch Lutz sicherte sich mit 2,5:1,5 Punkten den Einzug ins Finale. Saskia Barth hatte es ebenfalls mit Nationalkaderkameradin Vanessa Welker vom ESV Pirmasens zu tun. Auch ein enges Duell, doch mit 619:601 und 3:1 Kegel sicherte sie sich etwas eindeutiger den Einzug ins Finale.

Im Finale ging es nun darum wer noch die meiste Kraft hatte. Lutz bekam es mit Pascal Kappler vom TSG Kaiserslautern zu tun. Der erste Satz ging noch an den Kaiserslauterner, doch schon der Zweite an den Schrezheimer. Im Dritten waren es nur 2 Kegel unterschied die für Kappler sprachen. Lutz hatte nun 5 Kegel Rückstand und musste den Satz gewinnen. Er zeigte was in ihm steckte und setze Kappler schwer unter Druck. Mit dem letzten Wurf konnte sich Lutz den Satzpunkt sichern und die 5 Kegel Rückstand aufholen. Mit 566 zu 561 Kegel und 2:2 Punkten sicherte er sich die Deutsche Meisterschaft.

Saskia bekam es mit ihrer Nationalkaderkameradin (sie gewannen zusammen Gold im Tandem und in der Mannschaft auf der WM) Sina Beisser zu tun. Bei der WM ging das  Einzel- und Kombinationsgold noch an Sina, während sich Saskia Silber sicherte, nun gab es die Revanche. Erst zeigte Beißer ihr Können und ließ Barth weit hinter sich. Doch nun war der Kampfgeist der Schrezheimerin entfesselt. Der zweite Satz ging an Barth. Im Dritten war nun wieder Beißer am Zug. Auch Saskia hatte nun 5 Kegel Rückstand und musste den Satz für sich entscheiden. Mit einer klasse Serie an sehr guten Würfen setzte sie sich von der Bambergerin ab und machte mit dem nächsten 600er an diesem Tag den Sack zu. 611:595 Kegel zeigten nochmals das Können beider Spielerinnen. 

Zweimal Gold und damit die Teilnahme am Weltpokal 2015. Der KC Schrezheim ist stolz auf seine Junioren. Auch Trainer Wolfgang Lutz zückte den Hut vor seinen Spielern. Wenn man denkt, dass an einem Tag 360 Wurf im KO-System gespielt wurden. Diese Leistung heute abzurufen verdient meinen allergrößten Respekt. Man darf nicht vergessen, dass vor 3 Wochen noch eine Weltmeisterschaft stattfand. Hiervon muss man sich erst mal erholen und dann gleich wieder so eine Leistung abzuliefern. Einfach Großartig!

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